Wirkungsumfang

Raum für ein Konkurrenzverbot besteht nur wo spezifische, nicht branchenübliche Verhältnisse vorliegen.

Dabei ergeben sich Abgrenzungsfragen zwischen

  • persönlichen Qualifikationen des Arbeitnehmers (Charakter/Ausbildung/Erfahrung)
  • Branchenusanz
  • (geschützten) betrieblichen Besonderheiten, in die der austretende Arbeitnehmer Einblick erhalten hat bzw. Spezialkenntnisse, die der Angestellte im Betrieb erlangt hat.

Konkret geht es um die Zuordnung der Kundenbindung: Ist die Kundenbeziehung primär auf den Betrieb oder auf die Fachkraft ausgerichtet?

Tipp für Arbeitgeber:

Beachten Sie also unbedingt die Gültigkeitsvoraussetzungen für ein Konkurrenzverbot:

  • Formgültigkeit (Schriftlichkeit)
  • Zulässiger Umfang
    • Gegenstand (Funktion/Branche)
    • Ort (geografische Einschränkung)
    • Dauer (max. 3 Jahre)
  • Schädigungsmöglichkeit des Arbeitnehmers
    • Einblick in den Kundenkreis
    • Einblick in die Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse

Bei Nichtbeachtung wähnen Sie sich zu Unrecht in Sicherheit.

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